97. Jahrestagung
Vereinigung der Bayerischen Chirurgen e.V.
08. bis 10. Juli 2020
Marinaforum Regensburg

Grußwort Staatsministerin Melanie Huml


Staatsministerin Melanie Huml Sehr geehrte Damen und Herren,

die Vereinigung der Bayerischen Chirurgen blickt auf eine über 100-jährige Tradition zurück. Ihre Geschichte spiegelt den medizinischen Fortschritt wider und sie ist eng verknüpft mit der gesellschaftlichen Entwicklung unseres Freistaates. Zu Ihrer 97. Jahrestagung zeigt sie nun mit dem Motto „Chirurgie im Fluss: Hospitalität, Interdisziplinarität und Innovation“, dass sie trotz ihres Alters innovationsfreudig und frisch ist. Sie blickt offen und aufgeschlossen in die Zukunft und sucht neue Wege, mit den kommenden Herausforderungen umzugehen,

Eine der größten Herausforderungen ist wohl der Personalmangel in der Pflege. Schon heute klagen Krankenhäuser im ganzen Freistaat, besonders aber in den Ballungsgebieten, dass Ihnen Pflegekräfte fehlen. Denn ohne die medizinisch notwendige und menschlich unverzichtbare, wichtige Arbeit, die die Pflegekräfte täglich leisten, kann stationäre und namentlich chirurgische Versorgung nicht oder nur unzureichend erbracht werden.

Es freut mich deshalb sehr, dass ein großer Pflegekongress diese Jahrestagung begleitet. Das Motto: „Innovationen in der Pflege: Alles fließt – Gemeinsam die Zukunft gestalten“ beschreibt, wofür auch ich als Gesundheitsministerin eintrete: Nur Hand in Hand werden wir die großen Herausforderungen, vor denen wir in der Pflege stehen, meistern können. Deshalb gilt für alle Beteiligten – Politik, Krankenhausträger, Pflegedirektoren und Chefärzte – gemeinsam müssen wir passende Antworten auf die großen und kleinen Fragen im Alltag der Pflegekräfte finden.

Positiv ist, dass im Bereich der Krankenhausvergütung bereits einiges in Gang gesetzt wurde und die Kosten für Pflegekräfte aus den Fallpauschalen ausgegliedert werden. Jede Pflegestelle wird damit refinanziert und es sind zumindest nicht mehr Kostenaspekte, die eine sinnvolle pflegerische Personalausstattung behindern. Wir brauchen aber darüber hinaus noch mehr kreative Ideen und konkrete Maßnahmen, um den Pflegeberuf für viel mehr junge Menschen attraktiv zu machen.

Ihrer Veranstaltung, auf der dieses Thema ebenfalls erörtert wird, wünsche ich dazu besonders fruchtbare Diskussionen.

Ihre
Melanie Huml MdL
Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege

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